Weekly outline

  • Das Wichtigste auf einen Blick...

    Dr. Anja Hennig

    Akademische Mitarbeiterin

    Professur für vergleichende Politikwissenschaft

    Herzlich Willkommen zur Vorlesung 

    Vergleichende Regierungslehre!

    In den Sitzungsfeldern finden Sie die leitenden Fragen und die Literatur (=> Seitenangaben im Feld), mit der Sie sich wöchentlich auf die jeweilige Sitzung und perspektivisch auch auf die Klausur vorbereiten. 

    • Die Pflichtliteratur gibt einen - in der Regel - kurzen Überblick zu den wichtigsten Aspekten des jeweiligen Sitzungsthemas und ist in Teilen für die Klausur relevant. 

    • Die Vertiefungsliteratur geht genauer auf ausgewählte Fragen ein, die Sie in Ihrem Studium sicherlich begleiten werden, hier aber nicht weiter behandelt werden.

    Tipps:

    • Machen Sie sich HANDSCHRIFTLICH Notizen, so erinnern Sie besser!
    • Recherchieren Sie während der Vorlesung, wenn überhaupt, nur themenbezogen.
    • Fragen Sie, wenn etwas unklar ist - während der Vorlesung, wenn Sie meinen, Ihre Frage könnte auch für andere interessant sein, über das DISKUSSIONSFORUM in moodle - alle können Ihre Fragen und meine Antworten lesen - oder in der Sprechstunde. 

     

    Sprechstunde:

    Bitte anmelden: ahennig@europa-uni.de

    Mittwoch, 10-11, HG 16

  • 10. April

    (1) Inhaltliche Einführung und Aufbau der Vorlesung

    AUF GRUND DES 1.MAI-FEIERTAGS (DI) IST DIES BEREITS EINE INHALTLICH GESTALTETE SITZUNG VON 90 MINUTEN!

    Zentrale inhaltliche Fragen:

    • Womit und aus welchem Interesse heraus beschäftigt sich die Vergleichende Regierungslehre?
    • Wie wird Politik definiert?
    • Warum vergleichen wir?
    • Wie arbeiten und denken empirische Sozialwissenschaftler*innen?

    Pflichtlektüre:

    Lauth/Wagner 2010, 17-23, 32-36 (Einführung in die Regierungslehre)

    Vertiefung:

    Ludwig/Sauer/Wöhl 2009: Staat und Geschlecht

    Berg-Schlosser/Stammen 2013, S. 42ff: Theorien der Politikwissenschaft

    Zur Wissenschaftstheorie:

  • 17. April

    TEIL I: KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN

    (2) Polity: Regimetypologien seit der Antike, Demokratiekonzeptionen und (demokratische) Regime im Wandel

    Zentrale Fragen:

    • Wie hat sich das Erkenntnisinteresse/haben sich die Fragestellungen der Staatsformen- bzw. Regimeforschung von der Antike bis heute gewandelt?
    • Was kennzeichnet die Konzepte „Staat“, "Herrschaft" und "Regime"?
    • Zwischen welchen Regimetypen bzw. Staatsformen kann anahnd welcher Kriterien unterschieden werden?
    • Was kennzeichnet "die Demokratie"?
    • Inwieweit wandeln sich Regime?
    • Einblick in Demokratie-theoretische Debatten (Feministische Perspektive, Post-Demokratie, Deliberative Konsensus-Demokratie)

    Pflichtlektüre:

    Lauth 2016, 123-140 (Regimetypen)

    Lauth 2010, 109-113 (Demokratiemessung)

    Ergänzung Konzeptionen von Demokratie (siehe Link)

    Vertiefungslektüre:

    Merkel 2016, 103-121 (Systemwechsel)

  • 24. April

    (3) Polity - Politics und policy: Das politische System: systemtheoretische, neo-institutionalistische und prozessorientierte Zugänge

    Zentrale Fragen:

    • Aus welchen Elementen besteht modellhaft ein politisches System und nach welcher Logik funktioniert es?
    • Welche Funktionen üben politische Systeme aus?
    • Wie erfasst das neo-institutionalistische Politikmodell Politikprozesse und Akteure?
    • Wie lässt sich der Prozess des Policy-Making analysieren?

    Pflichtlektüre:

    Stykow 2007, 16-34 (Systemtheoretisches und neo-institutionalistisches Politikmodell)

    Stykow 2007, 245-252 (Policy Prozess, Governance)

    Blum/Schubert 2011, 54-56, 68-72

  • 8. Mai

    (4) Polity und Politics: Regierungssysteme und Systeme der Interessenvermittlung (I): Parteien- und Wahlsysteme

    • Regierungssysteme organisieren die Gewaltenteilung. Wodurch unterscheidet sich das parlamentarische vom präsidentiellen System und welche Mischformen gibt es?
    • Welche weiteren Typen demokratischer Regierungssysteme gibt es?
    • Parteien organisieren die Vermittlung politischer Interessen. Wodurch kennzeichnen sich unterschiedlichen Parteiensysteme und inwieweit sind sie jeweils repräsentativ für bestimmte Regierungssysteme?
    • Welche Bedeutung haben dabei Wahlsysteme?

    Pflichtlektüre:

    Croissant 2010, 126-132 (Regierungssysteme und Demokratietypen)

    Kneuer/Lauth 2016, 458-461 (Parteiensysteme)

    Stykow 2007, 48-49, 53-57 (Demokratietypen), 197-212 (Regierungssysteme) 135-146 (Wahlsysteme)

  • 15. Mai

    (5) Politics: Interessenvermittlung II: Medien, Verbände, Zivilgesellschaft bzw. Soziale Bewegungen

    • Was kennzeichnet intermediäre Akteure der Interessenvermittlung?
    • Welche Relevanz haben „die Medien“ in Demokratien?
    • Welche Rolle spielen Interessengruppen?
    • Was impliziert das Konzept der Zivilgesellschaft?

    Pflichtlektüre:

    Stykow 2007, 101-110 (Intermediärer Raum)

    Stykow 2007, 122-127 (Interessenvermittlungssysteme)

    Geißel/Freise 2016 (Zivilgesellschaft und Soziale Bewegungen)

  • 22. Mai

    (6) Quantitative/Qualitative Methoden am Beispiel der Politischen Kultur- und der Framing-Analyse

    • Empirische Sozialforschung erhebt und wertet sowohl quantitative (statistisch generierte) als auch qualitative Daten aus. Was kennzeichnet die jeweilige Technik?
    • Die politische Kulturforschung ist ein Beispiel für die quantitative Analyse gesellschaftlicher Einstellungen zur Demokratie. Was ist ihr Erkenntnisinteresse? Und welche Reichweite beansprucht dieser Theoriekomplex?
    • Was ist das Spezifische der Mikro-Level-Analyse und welches Erkenntnisinteresse haben diskursanalytische Verfahren wie das die Framing-Analyse? Und welche theoretische Reichweite läßt sich hier vermuten?

    Pflichtlektüre:

    Pickel/Pickel 2016 541-556 (Politische Kultur)

    Schneider/Janning 2006, 170-180 (Kulturalistische Ansätze/Framing)

  • 29. Mai

    Vergleich als Methode und Kriterien des Vergleichs

    Zentrale Fragen:

    • Was unterscheidet den Vergleich im Alltag von der Vergleichenden Methode?
    • Warum und wie wird zwischen Abhängiger und Unabhängiger Variable unterschieden?
    • Wie lässt sich diese Unterscheidung in der Formulierung von Fragestellungen abbilden?
    • Welche Vergleichsmodelle und Untersuchungseinheiten gibt es?
    • Welche Kriterien bieten sich für den Vergleich von politischen Systemen/Ländern an?

    Pflichtlektüre:

    Pickel, S. 2016, 25-45 (Grundlage Vergleich)

    Stykow 2007, 35-45 (Grundlage Vergleich)

  • 5. Juni

    TEIL 2: Länderanalysen im Vergleich:

    Die folgenden drei Sitzungen bestehen aus dem Vergleich verschiedener Aspekte des politischen Systems und der Gesellschaft, die im ersten Teil besprochen wurden. Je nach Anzahl der Teilnehmenden werden Sie aktiv in die Sitzungen eingebunden. Dazu gibt es rechtzeitig Informationen.

    Bitte beachten Sie folgende Aufgaben und Lektüre-Hinweise:

    Es gibt für nächste Woche eine Frankreich- und eine GB-Gruppe. Wer heute nicht da war, ordnet sich selbst einem Ländertext zu.

    Text FR: Sturm 2009, 265-294/5

    Text GB: Kempf 2009, 349-393 – ohne S. 273, ab Punkt 4-S. 282!

    Folgende Fragen zielen darauf, Ihre Aufmerksamkeit in den kleinteiligen Texten auf wesentliche Punkte zu richten, um dann vor Ort in die vergleichende Betrachtung zu gehen:

    I. VERFASSUNGSGESCHICHTE:

    1.Wodurch zeichnet sich die Geschichte der jeweiligen Verfassung aus – durch Stabilität oder Wandel?

    II. WAHL- UND PARTEIENSYSTEM:

    2. Wie lässt sich jeweils das aktuelle Wahl- und Parteiensystem  charakterisieren? Inwieweit sind sie jeweils eher durch Kontinutität oder durch Wandel bestimmt?

    III. INTERESSENGRUPPEN:

    3. Wie lässt sich das Interessenvermittlungssystem jeweils charakterisieren, eher pluralistisch oder korporatistisch? Beispiele?

    IV. POLITISCHE KULTUR:

    4. Wodurch ist die jeweilige Politische Kultur geprägt, insbesondere hinsichtlich der nationalen Vergangenheit, dem Verhältnis zum Staat/Politi und der politischen Partizipation

    => BITTE ANTWORTEN STICHWORTARTIG NOTIEREN!

    => SIE WERDEN AUFGERUFEN, VORZUTRAGEN!

    Freiwilliges Referat von Lara Schauland und Niklas Pretsch zum Vergleich der Regierungssysteme von GB und FR!

  • 12. Juni

    Polen und Ungarn -  Politische Systeme im Vergleich

    Auch diese Sitzung wollen wir uns im Vergleich der Politischen Systeme üben und uns dafür zwei Länder genauer anschauen.

    Bitte enscheiden Sie sich für ein Land und lesen den entsprechenden Text dazu. Den zu Polen habe ich etwas gekürzt, da er deutlich länger ist. Sie dürfen natürlich mehr lesen.

    Bitte lesen Sie auch den sehr kurzen Artikel des Economist zur aktuellen politischen Lage in den beiden Ländern, hier mit Fokus auf Polen.

    Leider sind die Haupttexte von 2010 und können somit eher die Vorgeschichte der jetzigen Situation schildern. Auch das ist interessant, zumal sich am Regierungssystem nichts geändert hat.

    Wie letzte Sitzung werden Sie wieder in Gruppen - diesmal mit etwas mehr Zeit und einer Ausnahme - die gleichen Fragen beantworten. Bitte bereiten Sie sich entsprechend vor. Sie können zusätzliche Recherchen unternehmen, müssen sich aber für die Einheitlichkeit auf den Haupttext beziehen.

    I. VERFASSUNGSGESCHICHTE:

    1.Wodurch zeichnet sich die Geschichte der Verfassung jeweils auf? Inwieweit gibt es trotz der kommunistischen Vergangenheit Kontinuitäten oder aber Wandel?

    II. WAHL- UND PARTEIENSYSTEM:

    2. Wie lässt sich die Entwicklung des jeweiligen Wahl- und Parteiensystem bis 2010 charakterisieren? Welches Modell kommt diesen jeweils am Nächsten?

    INTERESSENGRUPPEN UND VERMITTLUNGSSTRUKTUREN:

    3. Wie lässt sich das Interessenvermittlungssystem jeweils charakterisieren, eher pluralistisch oder korporatistisch? Beispiele?

    IV. POLITISCHE KULTUR:

    4. Wodurch war bis 2010 die jeweilige Politische Kultur geprägt, insbesondere hinsichtlich der nationalen Vergangenheit, dem Verhältnis zum Staat/Politik und der politischen Partizipation?

    V. MEDIEN:

    5. Wodurch ist die Medienlandschaft und ihr Verhältnis zur Politik bis 2010 gekennzeichnet?

    Zu Beginn schauen wir noch mal auf die aktuelle Situation in Frankreich und Großbritannien.

    Pflichtliteratur:

    Ungarn: Körösényi/Fodor/Dieringer 2010, S. 357-403 => S.390-395 überfliegen, Blick auf FIDESZ und Jobbik

    Polen: Ziemer/Matthes 2010, S. 209-262 => 4.1.2.- 4.1.4, ohne Punkt 6, ohne PUnkt 8

    Plus die jeweils gut zu lesenden Analysen der aktuellen Entwicklung (idealerweise folgen Sie beiden links).

  • 19. Juni

    Dies ist die letze Sitzung, in der wir in Form eines Paarvergleiches üben, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Hinblick auf ausgewählte Bereiche des politischen Systems zu identifizieren. Die Texte sind Publikationen der Bundeszentrale für Politische Bildung und sind online zugänglich. Bitte folgen Sie den Themenlinks, die zu kurzen Überblickstexten führen, bitte lesen Sie alle für "Ihr" Land.

    Es wird ein Referat zu bestimmten Aspekten der politischen Kultur in den USA und Deutschland geben.

    Pflichtliteratur:

    Alle Einzeltexte je ausgewähltem Land (sind immer nur wenige Seiten und sehr gut zu lesen!)

    Text zu Präsidialdemokratie in den USA, da im Vergleich zu Deutschland

    Vertiefung:

    Ismayr 2009 Politisches System Deutschlands

     

    FRAGEN ZUR VORBEREITUNG DES VERGLEICHS - ACHTUNG, ANDERE SCHWERPUNKTE!

    I. GEWALTENTEILUNG/FÖDERALISMUS

    Wie ist jeweils die horizontale (Ex-Leg) und vertikale (föderal) Gewaltenteilung organisiert?

    II. PARTEIN- UND WAHLSYSTEMe

    Wie lässt sich jeweils das aktuelle Wahl- und Parteiensystem  charakterisieren? Inwieweit sind sie jeweils eher durch Kontinutität oder durch Wandel bestimmt?

    III. VERBÄNDE/INTERESSENGRUPPEN:

    Wie lässt sich das Interessenvermittlungssystem jeweils charakterisieren, eher pluralistisch oder korporatistisch? Beispiele?

    NEU: IV. RECHTSSYSTEM

    Wie funktioniert das jeweilige Rechtssystem und aus welchen Institutionen besteht es? 

  • 26. Juni KLAUSURVORBEREITUNG

    Sie haben sich bereits gut auf die Klausur vorbereitet, wenn Sie regelmäßig zur Vorlesung kommen und die Pflichtliteratur lesen. 

    Für diese Sitzung bereiten Sie sich vor, indem Sie die Skripte anhand der jeweils am Ende genannten Schwerpunkte durchgehen und sich ihre Verständnisfragen notieren.

    Die Klausur besteht aus grundlegenden Wissensfragen, die i.d.R. in ganzen Sätzen beantwortet werden und aus einer Diskussionsfrage (max. 1 Seite Antwort)

    BITTE BEACHTEN SIE, DASS EIN NACHSCHREIBETERMIN NICHT VORGESEHEN IST!

  • 3. Juli

    TEIL III: Politics und policies: Akteure und Politikfelder im Vergleich

    Die Sitzungen in diesem letzten Teil werden von Dr. Malisa Zobel gestaltet, Expertin für Migrationspolitik und Rechtsextremismusforschung

    Typen von Parteien und die radikale Rechte zwischen Partei und Bewegung

    Zentrale Fragen:

    • Wie lassen sich rechtsradikale Parteien in der Typologie von Parteien verorten?
    • Was kennzeichnet die Radikale Rechte als Partei und was als Bewegung?
    • Welche Erklärungen gibt es für dieses Phänomen?

    Pflichtliteratur:

    Vertiefungsliteratur:

  • 10. Juli

    TEIL III: Politics und policies: Akteure und Politikfelder im Vergleich

    Die Sitzungen in diesem letzten Teil werden von Dr. Malisa Zobel gestaltet, Expertin für Migrationspolitik und Rechtsextremismusforschung

    Typen von Politikfeldern und das migrationspolitische Feld 

    Zentrale Fragen:

    • Was kennzeichnet ein Politikfeld?
    • Inwieweit bestimmt der Politikinhalt den Politikprozess?
    • Konflikte um die Regulierung Einwanderungskontrolle, Asyl und Integration