Dozent_innen: Malte Wessels

Kursbeschreibung: Im Verlauf des 18. Jahrhunderts durchlief die Erzählform des Romans in Deutschland eine Evolution seiner Formen und Ausdrucksmittel, die sich mit der Entwicklung des Films im 20. Jahrhundert vom Stummfilm zu den CGI-Spektakeln der gegenwärtigen Hollywood-Blockbuster vergleichen läßt.

In diesem Seminar werden wir diese dramatische literarische Genesis in groben Zügen nachvollziehen und Romane der frühen Neuzeit mit den sich ab ca. 1766 entwickelnden ‚modernen’ Romanen vergleichen. Ergänzend werden wir theoretische Texte lesen, die die neue Form mit ebensoviel Ablehnung wie Enthusiasmus kritisch begleiten. Die Leitfrage unsere Diskussion wird sein, welchen Zwecken, welchen Bedürfnissen die neuen literarischen Ausdrucksmittel Rechnung tragen.

Das Seminar wendet sich an Studierende mit Interessen- und Forschungsschwerpunkten im 18. Jahrhundert, sowie an alle, die Kenntnisse über die äußerst spannende geistesgeschichtliche Periode vor der notorischen Goethezeit erwerben oder vertiefen möchten.

Teilnahmevoraussetzungen und Leistungsnachweis:
- Bereitschaft zu kontinuierlicher seminarbegleitender Lektüre: der wöchentliche
Leseaufwand beträgt ca. 100 Seiten; die Texte selbst sind in der Regel von mittlerem
Schwierigkeitsgrad und gut zu lesen.
- Übernahme eines Referats von 15 – 20 Minuten.
- Seminarbeit (ca. 20 Seiten)

Anzuschaffen ist: Christoph Martin Wieland, Geschichte des Agathon, Reclam