Dozenten/-innen: Prof. Dr. Anika Keinz

Kursbeschreibung:
Konzepte von Freiwilligkeit und Zwang (coercion, force) sind insbesondere in den Debatten zu religiösen und kulturellen Rechten und Freiheiten in den letzten Jahren prominent geworden.
Im Seminar diskutieren wir verschiedene Konzeptualisierungen von Freiwilligkeit und Zwang (oder auch Wahlmöglichkeit) im (Neo-) Liberalismus. Welche Vorstellungen von Zwang und Freiwilligkeit in pluralistischen (neo-)liberalen Gesellschaften treffen aufeinander oder konkurrieren miteinander? Diese sollen an Diskussionen um religiöse, sexuelle und kulturelle Praktiken und deren rechtlichen und gesellschaftlichen Verhandlungen herausgearbeitet werden. Welche Spannungsfelder lassen sich hier beobachten, z.B. zwischen einem Freiheitsdiskurs, der individuelle Freiheit betont und einem Freiheitsdiskurs, der Gemeinschaft und kollektive Rechte akzentuiert? Welche Argumentationsmuster und Regierungstechnologien, kollektive Rechtsansprüche und Vorstellungen von Gemeinschaft und kollektivem Handeln lassen sich hier beobachten und was haben sie mit Neoliberalismus bzw. dessen Grenzen zu tun?
Neben der Seminarlektüre wird von den Seminarteilnehmenden erwartet, dass sie eigene Recherchen zum Thema durchführen, die dann im Seminar diskutiert werden.

Termine:
Donnerstag, 14.15 - 15.45 Uhr. Das Seminar geht nur bis zum 3. Juli 2014. Daher werden an ausgewählten Terminen Doppelsitzungen stattfinden.