Ausgehend von dem 1928 erschienenen „Manifesto Antropófago“
von Oswalde de Andrade stellt sich das Seminar zum einen der
Frage nach der kulturtheoretischen Polemik einer
brasilianischen Avantgarde. Zum anderen ist die
Menschenfresserfigur in einem kulturhistorischen Kontext zu
setzen. Der Fokus liegt dabei weniger auf einem mittlerweile zu
einem brasilianischen Identitätsmarker gewordenen Motiv als
vielmehr in der Frage nach kulturtheoretischen Implikaturen
inter- und transkultureller Begegnungen.